Männer: Saison-Rückblick 2009/10 Drucken
Wednesday, 16. June 2010
Erfolgreiches zweites Jahr

Die Handball-Männer des SV Fortuna Prenzlau können auf ein erfolgreiches zweites Jahr in der Landesliga NO zurückblicken.
Nach dem 6. Rang in der Premierensaison 2008/09 konnten die Männer um Kapitän René Rohde mit der Punktebilanz von 23:13 nun die Bronzemedaille verbuchen. Ein toller Erfolg, auch wenn der Mannschaft zum Saisonende etwas die Luft ausging.
In der 10 Mannschaften umfassenden Staffel setzte sich der MTV 1860 Altlandsberg II (31:5 Pkt, 648:526 Tore) souverän vor dem SV Motor Hennigsdorf (26:10 Pkt, 598:489 Tore) durch. Dies sind auch die beiden Vertretungen, gegen die die Uckermärker sieglos blieben. Jedoch gelang in den Hallen der beiden Spitzenmannschaften jeweils eine Punkteteilung. Mit den erzielten 512 Toren rangiert die Mannschaft auf den 4. Platz und die 498 Gegentreffer bedeuten den 5. Rang in der Staffel. Ebenfalls den 5. Platz, allerdings in der Torschützenliste, erzielte der erfolgreichste Prenzlauer Werfer Carsten Liepherr mit 110 Toren in den Spielen der Landesliga. Auch der 3. Platz in der Fair-Play-Wertung ist den Fortunen hoch anzurechnen. Charakteristisch bei den Uckermärkern war die hohe Schwankung der eigenen Leistung über die gesamte Saison und auch in den einzelnen Spielen. So musste teilweise deutlichen Rückständen hinterhergelaufen werden. Positiv war aber die tolle Moral, welche die Mannchaft dabei beweis. Leider verbaute sie sich so aber auch noch bessere Ergebnisse.
Der Start in die schwere zweite Spielzeit erfolgte mit einem 31:28-Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Templin verheißungsvoll und bedeutete bereits zum Saisonbeginn Platz 3 in der Tabelle. Doch bereits beim zweiten Aufsteiger, dem jungen Team der OSG Fredersdorf/Vogelsdorf, folgte die erste Niederlage – 33:29. Völlig von der Rolle präsentierten sich dann die Kreisstädter vor eigenem Publikum. Gegen Hennigsdorf lag die Mannschaft bereits in der Anfangsphase schnell mit 0:6 und 1:9 im Hintertreffen. Beim Abpfiff stand die höchste Heimniederlage zu Buche, die aber mit 25:31 noch einigermaßen glimpflich zu Ende ging. Dass es besser geht zeigte die Partie gegen die TSG Rot-Weiß Fredersdorf/Vogelsdorf. Zwar konnten die Fortunen auch in diesem Spiel nur phasenweise vollends überzeugen, doch war der 24:21-Sieg zu jedem Zeitpunkt verdient. Auch im Derby bei Berolina Lychen konnten die Kreisstädter nicht über die ganze Spielzeit überzeugen. Zur Halbzeit noch in Führung (13:15), folgte bald der Rückstand und nach 5 Treffern in den Schlussminuten noch eine deutliche 35:26-Klatsche – gleichzeitig die höchste Saisonniederlage. Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Altlandsberg waren die Prenzlauer lange Zeit im Hintertreffen, ehe in der Schlussphase der Führungswechsel gelang. Jedoch wurde diese nicht ins Ziel gerettet. Das bittere 28:29 bedeutete auch nur noch Rang Sieben in der Tabelle. Mit dem 26:28 beim HC Hennickendorf 625 konnten die Uckermärker dann aber eine Siegesserie starten. Die Erfolge gegen Müncheberg (27:25) und Liebenwalde (29:30) bedeuteten zur Halbserie bei vier Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter den 5. Tabellenplatz.
Die Siegesserie wurde auch im Jahr 2010 fortgeführt. Bei Lok Templin setzte sich Fortuna im Schlussabschnitt ab und siegte 24:29 – der höchste Auswärtssieg. In einer spannenden Partie konnte die Mannschaft dann mit 29:28 erfolgreich Revanche an der OSG Fredersdorf nehmen und den 5. Sieg in Folge einfahren. Aufgrund von Spielverlegungen standen im Februar keine Partien auf dem Plan, jedoch gelang es die Form über die lange Pause zu retten. Dies musste Lychen erfahren. Mit der besten Saisonleistung, da endlich mal in der gesamten Partie kein Leistungseinbruch zu verzeichnen war, gelang ein deutlicher 30:17-Erfolg und eine eindrucksvolle Revanche für die herbe Niederlage in Lychen, auch wenn die Gäste an diesem Nachmittag ungewohnte Schwächen zeigten. Dieser Erfolg brachte Fortuna erstmals seit dem 1. Spieltag wieder auf den Medaillenrang 3. Mit breiter Brust ging es zum Tabellenführer Altlandsberg. Die Siegesserie wurde zwar nicht fortgesetzt, jedoch vereitelten die Uckermärker, trotz zwischenzeitlichen deutlichen Rückstands, den Hausherren mit dem 33:33 die vorzeitige Aufstiegsparty. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz und die noch offenen Nachholespiele fiel die Mannschaft auf Rang 5 zurück, aber war bei den Minuszählern punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Zu dem schwächsten Saisonspielen zählt mit Sicherheit der 25:21-Erfolg über Hennickendorf, der aber das Erreichen der Silbermedaille aus eigener Kraft weiter möglich machte. Einen herben Rückschlag brachte das Nachholspiel bei der TSG Fredersdorf. Mit 35:32 verließen die Prenzlauer nach acht Spielen ohne Niederlage die Platte wieder als Verlierer und statt mit dem Zweiten gleichzuziehen rangierten sie nun zwei Punkte hinter dem Silberrang. Das nächste Nachholspiel führte die Uckermärker zu jenen Hennigsdorfern und zur letzten Möglichkeit aus eigener Kraft den zweiten Rang zu erreichen. Die Fortunen präsentierten besser als im Hinspiel und konnten zunächst in Führung gehen. Das Auslassen klarer Torchancen auf beiden Seiten sorgte dafür, dass es spannend blieb. Ehe die Gastgeber doch mit 5 Toren in Führung gingen. Prenzlau gab sich aber nicht auf und konnte noch zur gerechten 32:32-Punkteteilung ausgleichen. Statt des möglichen 2. Tabellenplatzes war nun aber auch das Podest wieder in Gefahr, zumal in Müncheberg der vermeintliche Siegtreffer in den verbleibenden sechs Sekunden nicht verteidigt werden konnte und eine tolle Aufholjagd nur teilweise mit dem 28:28 gekrönt wurde. Mit einem echten Endspiel um die Bronzemedaille verabschiedete sich die Mannschaft von der stetig wachsenden Fangemeinde in die Sommerpause. In einem sehr fairen Spiel mit zwei über lange Strecken gleichwertigen Mannschaften setzte sich Fortuna schließlich mit 26:23 durch und konnte die Medaille feiern.
Wenig Erfolg hatte die Mannschaft im Landespokal. In der Vorrunde war der Altlandsberger Barndenburgligist eine Nummer zu groß und beendete das Prenzlauer Pokalabenteuer mit dem 19:31 frühzeitig.
In den 19 Pflichtspielen der Spielzeit 2009/10 wurden folgende Spieler eingesetzt: Pascal Dahms (19 Spiele – 99 Tore/51 Siebenmeter), Robert Fronicke (19-39), Tilo Kietzmann (19-91/1), Silvio Hiller (18-26), Torsten Dommann (17-40), Carsten Liepherr (17-111/2), René Waldeck (17-19), Thomas Heinemann (16-TW), René Rohde (16-1), Christian Holdack (15-45/2), Alexander Zart (14-6), Oliver Gässler (10-41/1), Christian Brinkmeyer (7-TW), Sven Adamek (6-4), Sebastian Leicht (5-1), Rafael Richter (5-TW), Detlef Feider (4-5), Michael Ziegs (3-0), René Hoffmann (1-0), Sebastian Pingel (1-3)

Steffen Dommann
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